Gnadderbüddel, m.
Ein Mensch, der aus Prinzip etwas zu meckern hat. Kein akuter Ärger – Grundausstattung.

Das Wort setzt sich zusammen aus gnaddern (auch gnattern) – norddeutsch für murren, nörgeln, meckern – und Büddel, dem plattdeutschen Beutel. Ein Gnadderbüddel ist also wörtlich ein Meckerbeutel. Gebaut wie der bekanntere Dösbüddel, nur mit anderem Inhalt.

Fürs Schreiben ist das ein Geschenk: eine Figurenbeschreibung, die in ein einziges Wort passt. Wer einen Gnadderbüddel in die Geschichte setzt, spart sich den Absatz Charakterisierung hinterher.

Quelle: Plattmakers – Das plattdeutsche Wörterbuch


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