Lesen gehört für Autor*innen natürlich dazu. Wir lesen fremde Bücher oder unsere eigenen, letztere zum Beispiel laut auf Lesungen. Aber auch „fremden“ Büchern kann man bei Lesungen seine Stimme verleihen. So wie es Jana Tomy mit diesem Buch der Woche gemacht hat.
Denn Jana weiß, wie wichtig – und spaßig – Lesungen sein können. Sie ist als 2 Vorsitzende des Vereins 9lesen zu uns in den Podcast gekommen. Der Verein organisiert Lesungen im Rahmen der Leipziger und Frankfurter Buchmessen, bei denen speziell auch unveröffentlichte und Neu-Autor*innen ihre Geschichten vorstellen sollen.
Die passende Podcast-Folge findest du im Zeilenschlinger-Archiv bei Spotify.
Lesen für andere
Wenn Jana selbst liest, sind es natürlich ihre eigenen Bücher, die sie gerne vorstellt. Aber sie greift auch schon mal einer Freundin unter die Arme, die nicht gerne vor Publikum liest, wie sie uns im Podcast berichtet:
„Aus diesem Buch – ‚Mit dir oder ohne dich‘ – habe ich schon mal laut vorgelesen, weil es von meiner besten Freundin geschrieben ist. Das war im Rahmen einer kleinen Messe. Meine Freundin hat so einen süßen Dialekt, den mag sie aber nicht so gerne, weshalb sie gesagt hat, ich soll bitte aus ihrem Buch vorlesen.“
Worum geht es in dem Buch?
„Es geht um Cara und Adam. Beide lieben Musik und das bringt sie zusammen. Cara leidet unter Lebensmittelunverträglichkeiten und hat ihr eigenes Café eröffnet für Menschen, die auch nicht alles essen dürfen. Aber sie ist auch ein bisschen unsicher.
Auf der anderen Seite haben wir Adam, der super viel mit Musik zu tun hat und in dem Bereich arbeitet. Die beiden treffen aufeinander und stellen fest, dass sie einige Gemeinsamkeiten und Parallelen haben. Ein Beispiel: Sie hat einen Kater, der Cat Sheeran heißt – übrigens ein großartiger Kater, ich liebe ihn – und Adam hat einen Mitbewohner, der heißt Ed und hat rote Haare. Solche Kleinigkeiten sind der Startpunkt für sie beide.“
Ein bisschen Cosy-Romance
„Es sind diese Details in dem Buch, die ich sehr liebe. Es ist eine wunderschöne Romance-Geschichte. Natürlich haben sie beide so ihre Vergangenheit, die sie mitbringen und eben Caras Unsicherheit in der großen, weiten Welt. Adam hat die düstere Vergangenheit, die man natürlich als Musikmensch so mit sich bringt. Aber es wird dadurch nicht toxisch, wie man es vielleicht erwarten würde.
Tatsächlich kommen sich die beiden nach und nach auf eine so untoxische Art und Weise näher, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, das war das wholesamste Buch, was ich je gelesen habe.“
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